Die Asterousia liegen niedriger als die Ida- oder die Weißen Berge, bewahren jedoch die Rauheit und die verborgene Großartigkeit der südlichen Gebirge: steile Hänge, Höhlen, niedrige phryganische Vegetation und seltene Wasserstellen, die zu Oasen werden. Die Fauna umfasst viele Greifvögel — Geier und Adler nisten hier und dominieren die Szenerie — was der Landschaft eine gewisse wilde Empfindsamkeit verleiht: Wenn die Vögel aufsteigen, verdunkelt sich der Himmel buchstäblich. Die Wege offenbaren alte gepflasterte An- und Abstiege, verfallene Mühlen und Aussichtspunkte mit Panoramablick auf das Libysche Meer.
- Der Amba-Wasserfall
Aus dem südlichen Gebirgskörper der Asterousia bricht der Amba-Wasserfall hervor, in seiner Größe und mit einer unnachgiebigen Präsenz; das Wasser stürzt durch eine beeindruckende Kluft hinab, deren Gesamthöhe etwa 140–145 Meter erreicht — ein steiler, beinahe filmischer Fall, der unter dem Felsen kleine Becken und aufeinanderfolgende „Wasserstufen“ bildet. Die Schlucht und der Wasserfall entstehen aus dem Quellen- und Flusssystem des Plateaus (ein Bach, der südwärts fließt) und münden im Bereich der Drei Kirchen ins Meer; die Aussicht von den Aussichtspunkten ist atemberaubend — Felsen, spärliche Macchie und das offene Blau des Libyschen Meeres, das nach Tiefe sucht.
- Die Küsten der „Ornia“
Am Ausgang der Schlucht finden Sie die Küsten der „Ornia“ — steile Buchten und kiesige Strände, die von Greifvögeln frequentiert werden — sowie die Berge, die sie umarmen. Dort befindet sich die größte Geiersiedlung Südeuropas, einschließlich des seltenen Bartgeiers (Gypaetus barbatus). Wo der Gebirgskörper auf das Meer trifft, entsteht ein Gemisch aus Klippen, kleinen Buchten, Höhlen und kristallklarem Wasser — ideal für Fotografie und stille Genüsse.
- Was man am Amba tun kann
Wanderwege beginnen von Schotterpisten oberhalb der Klippen; es gibt sowohl kurze als auch anspruchsvollere Routen, je nach Niveau. Zu den typischen Aktivitäten zählen Wanderungen entlang der Schlucht, Landschaftsfotografie (Goldene Stunde für eindrucksvolle Aufnahmen), Picknick in schattigen Passagen und — bei geeigneter Witterung — ein kurzes erfrischendes Bad in den kleinen Wasserbecken. Vorsicht: In Brutzeiten der Greifvögel (Winter/Frühjahr in einigen Fällen) sollte der Zugang zu bestimmten Bereichen mit Respekt und Vorsicht erfolgen.
- Anfahrt
Der Ort ist mit dem Auto von Heraklion in etwa 40–60 Minuten erreichbar, je nach genauer Lage und Verkehr. Wir empfehlen, Coastal Key nach aktuellen Wegbeschreibungen, verfügbaren Wanderwegen oder örtlichen Führern zu fragen. Die Straße zum Wasserfall ist stellenweise eine Schotterpiste — passendes Schuhwerk und vorsichtige Fahrweise werden empfohlen.
- Beste Besuchszeit
Die ideale Zeit ist der Frühling (März–Mai) und Zeiten nach Regenfällen, wenn der Wasserfluss kräftiger ist und die Vegetation blüht. Der Sommer bietet Abkühlung und Gelegenheiten für erfrischende Pausen, doch in Trockenperioden kann die Wasserführung des Wasserfalls geringer sein.
- Was Sie mitbringen sollten
Bequeme Wanderschuhe, Wasser, Sonnenschutz, einen Hut und eine leichte Jacke für kühlere Stunden. Respektieren Sie die Umgebung — hinterlassen Sie keinen Müll und vermeiden Sie Beschädigungen.


